2. März 2009 - www.mariapachleitner.com
Kurz - Zusammenfassung über
die Tätigkeit von
August & Maria Pachleitner
zum Aufbau der LEBENSHILFE Steiermark - Österreich
Als selbst Betroffene eines behinderten Sohnes wuchs in den Pachleitner’s die Sorge um den geliebten Sohn (Ralf). „Was wird mit ihm, wenn wir nicht mehr sind?“
Diese Sorge mobilisierte ungeheure Energien sodass sich das Ehepaar entschied,
einen Verein für diesen Personenkreis zu gründen.
Schon in den Fünfzigern entstand der Verein für „cerebral gestörte Menschen.“ Der erste Schritt für öffentliche Auftritte war getan. Angesichts dieser Öffentlichkeitsarbeit wurde deutlich, wie viele behinderte es gab,
deren Eltern und Angehörige sich nun vorsichtig in die Öffentlichkeit wagten.
Es war damals in den Fünfzigern nicht selbstverständlich, dass der Behinderte z.B. mit den Eltern in ein Restaurant oder Gasthaus zum Essen gehen konnte, ohne von den anderen Leuten angestarrt und verspottet zu werden.
Der kleine Interessensverein wuchs schnell und 1961 wurde die Lebenshilfe gegründet. Menschen wie Josef Krainer Senj. – Dr- Alfons Gorbach – DDDr Udo Illig – Dr. Edda Egger - Dr Ritter – alle samt Freunde der Pachleitner’s aus vor 1938 - waren von der Idee beeindruckt und unterstützten die Aktivitäten, soweit dies damals möglich war, mit den gegebenen Möglichkeiten.
August Pachleitner sollte der erste Präsident der Lebenshilfe sein. Leider verstarb er wenige Tage vor manifestierung des neuen Vereins LEBENSHILFE.
Die Witwe MARIA PACHLEITNER übernahm allein die Verantwortung und das Ruder der Lebenshilfe. Sie wurde später von bedeutenden Persönlichkeiten als die Galionsfigur der Lebenshilfe Österreich bezeichnet.
Die Lebenshilfe weltweit hat ihren Ursprung in Graz. Die Zusammenarbeit mit dem Wiener Direktor Rückert und dem damals schon international anerkannten Prof. Dr. Andreas Rett gab der Lebenshilfe viele entscheidende Impulse.
Maria Pachleitner erkannte schnell, dass man alle Fraktionen ins Boot holen müsse um die notwendige Unterstützung, seitens der Politik auf Landes- und Staatsebene zu erhalten. Für sie stellte das kein Problem dar, denn sie konnte mit ALLEN
Das zeigt auch die Präsenz politischer Prominenz beginnend vom HBP, Heeres- und Wirtschaftspitzen, sowie selbstverständlich auch der Kirche, wenn Maria Pachleitner zu zielorientierten Treffen rief.
Ihre Verbindungen machten an den Grenzen Österreichs nicht Halt. So verband sie eine innige Interessensgemeinschaft mit dem Präsidenten der Lebenshilfe in den Niederlanden, die nach dem Muster der Österreichischen Lebenshilfe noch vor den Deutschen und Italienern gestartet waren. Im Amerika der 60er hatte man deutlich mehr Verständnis für die Sorgen der Eltern behinderter Menschen. Amerika hatte es sicher leichter als Siegermacht. Europa und im besonderen Österreich mussten sich von den Wunden des Krieges erst mühsam erholen. Daher war das Geld nicht so vorhanden, wie es benötigt wurde. Die Kennedys hatten sich schon früh dafür engagiert. Rose Kennedy war die Interessensaustausch Partnerin von Maria Pachleitner. Synergien halfen der österreichischen Lebenshilfe zu raschem Wachstum.
Das nächste Ziel war ein eigens Haus, in dem man mit der Betreuung von Behinderten beginnen konnte. Wieder war die Steiermark unter ihrer Präsidentin Maria Pachleitner führend mit dem Schlossartigen Haus in Söding
(ex Blumauer Villa – eine ehemalige Arztdynastie).
Dieses Haus wurde mit bescheidenem Aufwand adaptiert und im Gedenken nach den Gründer der Lebenshilfe benannt.
„AUGUST PACHLEITNER WOHNHEIM DER LEBENSHILFE“
Seit damals fungiert diese Gebäude als Symbol, wie ein Leuchtturm der Lebenshilfe, der nach der Garantiezusage der Präsidentin, dass dieses Haus für immer den Behinderten gewidmet sei, für Zuversicht.
In kurzer Zeit wurden neue Betreuungshäuser in der Wohnanlage Söding errichtet, das schon in den 70ern ein Seniorenheim für die Älteren anbot.
Hand in Hand mit weiteren Aktivitäten der Lebenshilfe entstanden weitere dringend notwendige Einrichtungen, zuerst in der Steiermark, dann in anderen Bundesländern.
Die Einrichtung „Cazalgasse“ war damals weithin ein Vorzeige Modell für Wohnen, Pflege und Beschäftigung behinderter Menschen.
Ein Behinderten Gesetz war das nächste Ziel von Maria Pachleitner. Es sollte den Behinderten Rechte einräumen. Das Bittstellen und die Ungewissheit für Eltern sollte ein Ende haben. Längst hatten Politiker aller Fraktionen erkannt, dass es in jeder Beziehung wichtig und richtig war, die Bemühungen von Maria Pachleitner zu unterstützen.
Die Steiermark hatte das österreichweit erste Behindertengestz.
Geschützte Werkstätten für behinderte gehörten schon in den 70ern zu den Angeboten der Lebenshilfe. Ganz besonders wichtig waren auch die Frühförderstellen für Familien die die Einrichtung der Lebenshilfe dankbar begrüßten. Man wusste endlich wo man sich im Bedarfsfall Rat holen konnte.
Die ersten Trainingswohnungen entstanden Ende der 80er. Später wurden diese als betreutes Wohnen angeboten. Wie wir heute wissen, sind Behinderte durchaus befähigt an sportlichen Wettkämpfen teil zu nehmen.
In den 80ern kam ein engagierter Sport begeisterter junger Mann, Marc Angelini, auf Maria Pachleitner zu und begeisterte sie für die ersten SPECIAL OLYMPICS in Österreich. Da die öffentliche Hand nicht schnell genug reagierte, garantierte Maria Pachleitner persönlich der Hausbank,
und die ersten SPECIAL OLYMPCS in Schladming im Jahr 1986/87 waren gesichert.
Unzählige nationale und Internationale Ehrungen zeigen von der hohen Akzeptanz der ehrenamtlichen Pionierarbeit von Maria Pachleitner
Die Verabschiedung von Präsidentin Maria Pachleitner fand im Jänner 2008 vor dem Stammhaus der Lebenshilfe in Söding statt. Ein würdiger Platz, als wäre er von ihr selbst bestimmt worden
Maria Pachleitner wäre überglücklich, würde sie erfahren wie die Nachfolge Generation, im besonderen der Lebenshilfe Leitung Graz und Umgebung, sich an die von ihr geprägte Grundidee verpflichtet fühlt.
Hier finden Sie zur Lebenshilfe Steiermark.